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Was ist Botox?

Botox-Injektionen haben eine Reihe von medizinischen Anwendungen.
Clostridium botulinum, das Bakterium, aus dem Botox gewonnen wird, kommt in vielen natürlichen Umgebungen vor, darunter Böden, Seen und Wälder.

Das Bakterium findet sich auch im Darm von Säugetieren und Fischen sowie in den Kiemen und Organen von Krebsen und anderen Muscheln. Solche natürlich vorkommenden Fälle von Clostridium botulinum Bakterien und Sporen sind in der Regel harmlos. Probleme entstehen nur, wenn sich die Sporen in vegetative Zellen verwandeln und die Zellpopulation zunimmt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt beginnen die Bakterien mit der Produktion von Botulinumtoxin, dem tödlichen Neurotoxin, das für den Botulismus verantwortlich ist.

Neurotoxine zielen auf das Nervensystem und stören die Signalisierungsprozesse, die es Neuronen ermöglichen, effektiv zu kommunizieren.

Funktion


Botulinumtoxin ist eine der giftigsten Substanzen, die der Mensch kennt. Wissenschaftler haben geschätzt, dass ein einziges Gramm bis zu 1 Million Menschen töten könnte und ein paar Kilogramm jeden Menschen auf der Erde. Botulinumtoxin kann in hohen Konzentrationen zu Botulismus führen, einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheit. Botulismus, unbehandelt, kann zu Atemnot und Tod führen. Obwohl Botulinumtoxin so giftig ist, ist Botox sehr gefragt.

Dennoch hat sich Botulinumtoxin als erfolgreiches und wertvolles therapeutisches Protein erwiesen.

Botulinumtoxin kann in extrem kleinen Konzentrationen in den Menschen injiziert werden und verhindert, dass Signale aus den Nervenzellen die Muskeln erreichen und sie dadurch lähmen.

Damit sich die Muskeln zusammenziehen können, setzen die Nerven einen chemischen Botenstoff, Acetylcholin (einen Neurotransmitter), an der Stelle frei, an der die Nervenenden auf Muskelzellen treffen. Acetylcholin bindet an Rezeptoren auf den Muskelzellen und bewirkt, dass sich die Muskelzellen zusammenziehen oder verkürzen.

Injiziertes Botulinumtoxin verhindert die Freisetzung von Acetylcholin und verhindert die Kontraktion der Muskelzellen. Botulinumtoxin bewirkt eine Verringerung der abnormalen Muskelkontraktion, wodurch die Muskeln weniger steif werden.

Facelift mit Botox


Botox wird am häufigsten für kosmetische Zwecke verwendet, um das Aussehen von feinen Linien und Falten zu verbessern. Botulinumtoxin wird überwiegend zur Gesichtsstraffung (Facelift) genutzt. Durch seine minimalinvasive Art ( es wird lediglich gespritzt) ist nicht mit Narben oder anderen Anzeichnen zu rechnen. Es wirt, indem es die gespritzten Teile des Muskulatur betäubt. Die Muskeln bewegen sich nicht mehr und die darüber liegende Hautschicht wirft keine Falten. Im engeren Sinne handelt es sich dabei also nicht wirklich um ein Facelift, die Wirkung kann aber durchaus als ähnlich betrachtet werden.

Medizinische Anwendung

Neben ästhetischen Anwendungen wird Botox auch zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt, darunter Augenkniffe, Migräne, übermäßiges Schwitzen und undichte Blasen. Botulinumtoxin wird derzeit zur Behandlung von über 20 verschiedenen Krankheiten eingesetzt, weitere Anwendungen werden untersucht. Botulinumtoxin ist derzeit für die folgenden therapeutischen Anwendungen zugelassen:

  • Blepharospasmus (Spasmus der Augenlider).
  • Idiopathische rotierende zervikale Dystonie (schwere Spasmen der Hals- und Schultermuskulatur).
  • Chronische Migräne.
  • Schwere primäre axilläre Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen).
  • Strabismus (gekreuzte Augen).
  • Spastik der oberen Extremität nach einem Schlaganfall.
  • Detrusor (Blasenwandmuskel) Überaktivität – verursacht Harninkontinenz.
  • Überaktive Blase.
  • Hemifazialer Krampf.
  • Glabellare Linien (Stirnrunzeln zwischen den Augenbrauen).
  • Canthal-Linien (Krähenfüße).

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